Teilnehmende Institutionen

Nationaler Unternehmerverband Kolumbiens (ANDI), Kolumbien
https://www.andi.com.co/

Sekretariat für Industrie und Handel, Argentinien
https://www.argentina.gob.ar/

Im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit teilte Kolumbien seine Erfahrungen bei der Implementierung von Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Massenprodukte wie Mineral- und Pflanzenöle, Elektro- und Elektronikgeräte, Reifen und weitere Produktgruppen. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen:

Institutionelle Stärkung: Argentinien verfügt über die Kapazitäten, einen eigenen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der es der Bundesregierung ermöglicht, EPR-Regelungen zur Förderung von Nachhaltigkeit und inklusiver industrieller Entwicklung festzulegen.

Regionale Erkenntnisse: Die kolumbianische Erfahrung bestätigt die Umsetzbarkeit von EPR-Programmen und unterstreicht, dass jedes Land ein an seine spezifischen Gegebenheiten angepasstes Modell entwickeln sollte.

Ganzheitliche Wirkung: Die Einführung von EPR schafft wirtschaftliche, ökologische und soziale Vorteile und wirkt als Motor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft.

Governance und Beteiligung: Der Staat legt die Rahmenbedingungen fest, während die Wirtschaft die Umsetzung übernimmt, gestützt auf ein nationales EPR-Gesetz.

Strategische Regulierung: Empfohlen wird ein umfassender Konsultationsprozess zur Festlegung schrittweiser Ziele, zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit, zur Einrichtung von Kontrollmechanismen, zur Vereinfachung von Verfahren sowie zur Einführung einer nationalen zentralen Anlaufstelle.

Zukunftsperspektive: Dieses Modell eröffnet Investitionsmöglichkeiten in Infrastruktur, technologische Entwicklung, Materialrückführung sowie die Förderung verantwortungsvoller Konsum- und Trenngewohnheiten und stärkt damit die industrielle und gesellschaftliche Resilienz.